Beiträge zu Peschiera

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Die venezianischen Mauern UNESCO-Kulturerbe

Venedig verteidigte vor 500 Jahren ihre Grenzen zu Wasser und zu Land mit imposanten Festungsanlagen.

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Diese Anlagen sind seit Juli 2016 auf der Liste des Weltkulturerbes zufinden und stehen somit unter dem Schutz der UNESCO. Auf der anderen Seite gibt es die Stadt Peschiera del Garda, die mit einer umfassenden Studie und der denkmalhistorischen Restaurierung darauf abzielt, sie für ... die nächsten 500 Jahre zu erhalten! Das ist die 53. UNESCO-Stätte Italiens: das „Venezianische Verteidigungssystem zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert. Stato da Terra - Stato da Mar im Westen“, zu dem neben der Gardaseestadt auch Bergamo und Palmanova (Italien), Zadar und Sibenik (Kroatien) und Kotor (Montenegro) gehören. Es handelt sich um ein modernes Verteidigungssystem, das die Republik Venedig an den Grenzen des sogenannten „Stato da Terra e Stato da Mare“ (Herrschaft über Land und Meer) erbauen ließ, um ihre Gebiete und Handelswege, die sie mit dem östlichen Mittelmeerraum verbanden, zu überwachen und zu verteidigen. Ein System, das sich von Bergamo bis nach Zypern erstreckte!


Die Verteidigungsbauten - Festungsanlagen, Festungsstädte, isolierte Befestigungen - wurden zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert in allen venezianischen Besitzungen an der Adria, die damals „Golf von Venedig“ hieß, errichtet. Die Republik Venedig kam im 15. Jahrhundert in den Besitz von Peschiera und da sie wusste, dass es sich um ein wichtiges Bollwerk gegen die kaiserlichen Ziele, um eine höchst- bedeutsame Zollstelle für alle Waren aus Nordeuropa und um einen entscheidenden Punkt für den Schutz ihrer Herrschaft über das Fest- land handelte, leitete sie sogleich die Instandsetzung der Befestigungen ein. 1549 begannen die Bauarbeiten der neuen Festung: Der Befestigungsgürtel wurde auf Entwurf von Guidobaldo della Rovere durch Michele Sanmicheli mit Erdwällen und Basteien ausgestattet. Die Tore Porta Verona und Porta Brescia wurden geöffnet und die Scaligerburg abgeändert, um sie dem Einsatz der Artillerie anzupassen. Im 19. Jahrhundert verstärkten die Österreicher, die sich hier 1797 niedergelassen hatten, das Militärpro l und errichteten Festungen und Kasernen. Peschiera wurde anschließend zum Haupt- quartier Napoleons und König Viktor Emanuel III. nahm im heutigen historischen Palais an der alliierten Kriegskonferenz teil, auf der 1917 nach Karfreit der Widerstand am Fluss Piave besiegelt wurde.

www.comunepeschieradelgarda.com

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Peschiera heute

„Die erste Bastei, die für die nächsten 500 Jahre ausgerüstet wird – erklärt voller Stolz der stellvertretende Bürgermeister Filippo Gavazzoni – ist San Marco mit ihren übrigens auch behindertengerechten Wehrgängen, von denen der Blick bis nach Manerba und S. Vigilio schweifen kann. Dank der Fonds der Europäischen Gemeinschaft wird die denkmalhistorische Restaurierung auch die anderen vier Basteien miteinbeziehen, was zudem auch der Idee der Stadt als Freilichtmuseum zugutekommt, die man mit Audioführer nebst Mappe besichtigen kann“. Der Audioführer stellt für die Touren zu Fuß oder mit dem Boot ein wertvolles Instrument dar, mit dem man die Kulturschätze auf zweierlei Arten erkunden kann: Mit dem Audioführer, den man sich im Tourism Peschiera Infopoint in Piazzale Betteloni ausleihen kann, folgt man einfach dem auf der Karte eingezeichneten Routenverlauf. Oder man benutzt den QR-Code: Hier gilt es, das Smartphone auf den QR-Code auf Punkt 1 der Karte zu richten und dann die entsprechende App herunterzuladen.

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See und Fluß

Die Spuren ihrer Militärgeschichte sind außergewöhnlich, doch es gibt viel mehr als das! Peschiera ist eine See- und zugleich Flussstadt: Hier entspringt der Fluss Mincio, der zwischen Schilf und Pappelreihen in Richtung Mantua fließt und für Kanufahrer, Fischer, Reiter und Radfahrer entlang der Radstrecke Peschiera-Mantua eine unwiderstehliche Attraktion ausübt. Hat man einmal die Waffen gestreckt, entflammt im Augustmonat das große Feuerwerk auf der Brücke der Voltoni - ein strategisch wichtiger Punkt für eine fantastische Aussicht auf die von Mauern umschlossene Zitadelle. Und nach dem lärmenden Getöse der Geschichte rückt der Geist genius loci in den Mittelpunkt, der im Fremdenverkehr mit allerlei Festen, Ausstellungen, Musikabenden und verlockenden Spaziergängen an der Seepromenade von San Benedetto di Lugana bis zum Bootshafen Nautica dei Pioppi voll und ganz zum Ausdruck kommt.

Text von Claudia Farina / Photos von Elisabetta Arici, Archiv Rinaldi

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