Riva del Garda

Riva del Garda

 

Malerische Hafenstadt

 
 
Am äußersten Nordende des Gardasees gelegen, ist Riva der größte und einer der berühmtesten unter den zahlreichen Orten die sich an seinen Ufern ausdehnen. Zwei Straßen aus dem Norden – die von Trient durch das wildromantische Sarcatal und die durch das Etschtal über Rovereto und Mori – treffen hier auf die beiden Uferstraßen des Gardasees, auf denen man auch an einem Tag eine abwechslungsreiche Fahrt rund um den See unternehmen kann. 
Für den Urlaubsaufenthalt bietet Riva seinen Gästen Besonderes: eine Mischung aus altösterreichischem Flair und italienischer Eleganz.

Dank seiner Lage zwischen den Bergen und der regelmäßigen Winde, ist Riva heute nicht nur für den romantischen Urlaub oder Familienurlaub geeignet, sondern ist auch ein sehr beliebtes Urlaubsziel für Sportler. Als Surfer Paradies, bietet die Ortschaft am nördlichen Gardasee zahlreiche Segel- und Surfschulen, viele Mountain Bike oder Fahrrad-Verleihe, und die Möglichkeit an geführten Wandertouren jeden Schwierigkeitsgrad teilzunehmen.  

Seine strategisch günstige Lage machte Riva schon zur Römerzeit zu einem bedeutenden „vicus“, der von Brescia abhing; später kämpften die Trentiner Fürstbischöfe, die Veroneser Scaliger, die Mailänder Visconti und die Venezianer um den Besitz der Stadt, und die bedeutendsten Bauwerke zeugen von dem wechselhaften Schicksal. Im Jahr 1438 fand auf dem See eine entscheidende Schlacht statt, die den Venezianern nach einem genialen Schiffstransport (siehe Torbole-Nago) den Sieg über die Mailänder und damit den Besitz von Riva sicherten.

Riva ist heute ein lebhaftes, elegantes Städtchen, das sich durch ein mildes Klima auszeichnet und dem Touristen alles bietet, was seinen Aufenthalt angenehm und interessant macht. Der alte Stadtteil drängt sich mit Palästen, Laubengängen und schmalen Gassen um den Hafen, während sich gegen die Sarca-Mündung und gegen Norden, Richtung Torbole und Arco, moderne Bauten ausdehnen.

Markttag ist am zweiten Mittwoch jeden Monats.
 
Sehenswert im Ort und in der Umgebung
Die Piazza 3 Novembre ist das Zentrum der Stadt, umgeben von Laubengängen aus em 14. Jh., mit dem Palazzo Pretorio aus dem 14. Jh. Und dem Palazzo Municipale aus dem 15. Jh. Auf dem Platz erhebt sich auch der 34 m hohe Turm Torre Apponale aus dem 13. Jh., der im 16. Jh. Die heutige Höhe erreichte und der zum Symbol von Riva wurde.
Diese ausgezeichnete Panoramastelle ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Apsis der San-Rocco-Kirche aus dem 16. Jh., die Gegensatz zur restlichen Kirche die Zerstörung des ersten Weltkriegs überlebte, mit Fresken und Stuckaturen.  Die Rocca, eine mächtige Wasserburg, die im 12. Jh. Errichtet und später von den Scaligern, den Venezianern und den Trentiner Fürstbischöfen erweitert wurde. Im Hof, den man über eine antike Steinbrücke (früher eine Zugbrücke) betritt, sind römische und mittelalterliche Sarkophage erhalten. In den oberen Stockwerken das Städtische Museum mit archäologischen und mineralogischen Gegenständen, geschichtlichen Dokumenten, einer kleinen Gemäldesammlung, einer völkerkundlichen Abteilung, Waffen, Kupferstichen und alten Büchern. Vom Wehrturm der Rocca erschließt sich ein prachtvolles See-Panorama. Die Inviolata-Kirche aus dem früheren 17. Jh., Werk eines unbekannten portugiesischen Architekten; außen in strengen Renaissanceformen, ist sie im Inneren ein an Stuck- und Golddekorationen reiches Barockbauwerk. An den Altären Gemälde von Palma dem Jüngeren; die Wandmalereien stammen von Pietro Ricchi und Teofilo Turri.
 
Wanderungen und Bergtouren
Zum Bastione, 212 m, Reste einer von den Venezianern erbaute Festung, durch einen Pinienwald ansteigend genießt man von oben einen herrlichen Ausblick auf Riva und seine Umgebung, 30 Min.
Auf den Monte Brione, 366 m, der sich wie ein Schiffsbug zwischen Riva und dem Sarca-Fluss bis ans Gardasee Ufer vorschiebt und ein weites Panorama bietet; auf dem Berg findet man noch die Reste österreichischer Befestigungsanlagen, 1 Std.
Zum Varone-Wasserfall (3 km), der in einer engen Klamm 87 m tief hinabstürzt.
Zur Santa-Barbara-Kapelle, 625 m,  die sich auf den Felsen des Monte Rocchetta erhebt. In der Nähe der Kapelle eine kleine Berghütte (Schlüssel bei der Sektion Riva der SAT), 1.30 Std. (leicht).
Nach Biacesa (Ledrotal) über Santa Barbara, von dort am Weg über den Monte Rocchetta und schließlich im Abstieg durch den Wald zu diesem malerisch gelegenen Bauerndorf, 4 Std. (mittel).
Den eindrucksvollen Ponaleweg entlang, auf der Spur der alten Ponalestraße, um Pregasina oder den Ledrosee zu erreichen, nach der Abzweigung nach Pregasina di Via del Ponale einschlagen. Siehe auch KOMPASS-Wanderkarte Nr. 101 „Rovereto –M.Pasiubio“.
 
 
Auszug aus dem Kompass-Kultur-Reiseführer Nr. 102 "Lago di Garda Monte Baldo"und von Alexandra Mattern - Gardasee.it überarbeitet
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nützliche Adressen

 


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