Manerba del Garda

Valtènesi heißt die ländliche Gegend, die sich zwischen Padenghe und Salò im Südwesten des Gardasees ausdehnt und mit ihren Moränenhügeln ein gutes Weinbaugebiet darstellt. Hier werden bekannte Weine produziert. Die Ortsteile von Manerba, dessen Name an die rönmische Göttin Minerva erinnert (wie Valtènesi vom Ausdruck “Valle degli Ateniesi” abgeleitet zu sein scheint), liegen hier über eine Landzunge verstreut, die in der Rocca di Manerva, 216 m, gipfelt: weithin sichtbar fällt sie mit steilen Felswänden zum See hin ab. Während der Langobardenzeit befand sich hier eine Burg, die 1787 zerstört wurde. Manerba selbst ist ein ruhiger Ort, dessen Bevölkerung sich zum Großteil der Landwirtschaft widmet. In der Bucht zwischen Punta Belvedere und Punta Portese und im nahen Ort S.Felice del Benaco (5 km) gibt es mehrere Campingplätze und Ferienanlagen.
Sehenswert im Ort und in der Umgebung
Dia Kirche S.Maria in Pieve Vecchia ist dreischiffig und mit Rundbögen unterteilt. Von den drei Apsiden ist nur die mittlere, sehr geräumige, erhalten. Die Fresken, die einst den Großteil der Wände bedeckten, sind in der Apsis noch erkennbar; ein Bruchstück ist auch im Mittelschiff noch erhalten. Diese gehen auf das 13./14. Jh. zurück. Die Kirche ist dem Hl. Rocco geweiht. In bezaubernder Lage befindet sich das Kirchlein des Hl.Georg. Im Inneren intressante Fresken aus dem 14. Jh. Darunter befindet sich die Darstellung des Hl. Georg im Kampf mit dem Drachen. Die Kirche SS.Trinità in Solarolo, einschiffig, mit drei Spannbögen. Die Fassade mit typischer Rosette in Backstein. Im Innern an der Rückwand der Apsis Renaissancefresken. Die Kirche Santa Lucia in Balbiana, ebenfalls einschiffig, mit halbkreisförmiger Apsis. Interessante Fresken an den Wänden, die gotisch beeinflusste Heilige und Madonnen auf dem throne darstellen. Die Kirche S.Caterina in Gardoncino, einschiffig, aus dem 16. Jh. Erhalten ist noch die Rosette mit Strahlenkranz in Backstein. Die Kirche des Hl Bernanrdo in Montinelle, einschiffig. Das Innere wurde erneuert und verändert. Einge Fresken mit Madonna auf dem Thron. In Solarolo die Kirche S.Maria Assunta, die 1981 ihr 200-jähriges Bestehen feierte. Nördlich davon die Wallfahrtskirche Madonna del Carmine aus dem Jahre 1600 in romanisch-gotischem Stil. Sehenswert im Inneren die Gemälde aus derselben Zeit. Das Oratorium S.Sivino, einschiffig, Vorderseite mit Satteldach und kleiner Rosette oberhalb des Einganges. Das Museum für Geschichte und Archäologie des Valtenesi in Montinelle, in dem Ausgrabungsfunde verschiedener Zeiten ausgestellt sind. Die “Enoteca Valtènesi” (Weinausstellung) mit den besten Weinerzeugnissen des Gebietes.

Auszug aus dem Kompass-Kultur-Reiseführer Nr. 102 "Lago di Garda Monte Baldo"
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