Caprino

municipio di Caprino

 

Durch die Südausläufer del Monte Baldo vor kalten Nordwinden geschützt, liegt am Rand eines Talkessels und von Weinbergen umgeben dieser lebhafte Ort, der ein landwirtschaftliches und Handelszentrum des ganzen umliegenden Gebiets ist.

Zahlreiche Villen und Landhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten, die in Caprino selbst wie in den Nachbarorten erhalten sind, zeuge davon, dass diese Gegend wegen ihres milden, angenehmen Klimas schon in vergangenen Zeiten zur Sommerfrische aufgesucht wurde.

Die zehn Kilometer nördlicher gelegene Fraktion Spiazzi, 862 m, ist -auch dank ihrer aussichtsreichen Lage - eine liebliche, vielbesuchte Sommerfrische, und ausserdem Ziel von Pilgern, die die bekannte Wallfahrtskirche Madonna della Corona aufsuchen.

Caprino Veronese ist auch Ausgangspunkt der herrlichen, wenn auch nicht immer gepflegten und im Winter zum Teil geschlossenen Panoramastrasse “Generale Graziani”, die sich - eine moderne Variante des mittelalterlichen Saumpfades “La Campiona” - zwischen dem Hauptkamm und dem östlich vorgelagerten Nebenkamm des Monte Baldo durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft zieht und über Spiazzi, Ferrara di Monte Baldo und Bocca di Navene nach Brentonico und Mori und damit wieder ins Etschtal hinunterführt.

 

Sehenswert im Ort und in der Umgebung

Im Zentrum des Ortes die schöne Villa >Carlotti (heute Rathaus) aus dem 17. Jh., mit Fresken und Stuckaturen in den Innenräumen und mit archäologischem Museum. Im Ort Platano (1,5 km) gibt es zahlreiche schone Renaissancevillen aus dem 15./16. Jh.; seinen Namen bekam der Ort wegen einer riesenhaften, 400 Jahre alten Platane, die 20 m hoch ist und als die größte Italiens gilt. Weiter findet man im Ort Platano die Villa Nichesola aus dem 17. Jh., Sitz der Baldo-Berggemeinschaft. Am Wallfahrtsort Madonna della Corona, 774 m, in der Nähe von Spiazzi, die Kirche aus dem 16. Jh., im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut, in der eine Marienstatue verehrt wird und die sich wie ein Adlerhorst an die steile Felswand schmiegt. Vom Dorf Spiazzi aus erreicht man sie zu Fuß, indem man über viele Stufen hinabsteigt. Herrlich ist der Ausblick auf das Etschtal und die Berge gegenüber. In Ceredello das Kirchlein der HI.Christine aus dem 13. Jh.

Wanderungen und Bergtouren

Vom Zentrum von Lubiara, 308 m, östlich vom Hauptort gelegen, beginnt der Weg, der zum Forte San Marco steigt. Die Burg, heute nicht mehr in Verwendung, überragt das Etschtal und bietet eine gute Aussicht auf den Moränengürtel und auf den südlichen Teil des Gardasees.
Nach Pesina (3,5 km) auf der Straße in Richtung Costermano; unter den schönen Villen dieses Sommerfrischortes ist die Villa Belvedere an den Hängen des Monte di Pesina besonders nennenswert.
Nach Castion, über Rubiano, Piozze, Giare und S. Vérolo, 2.30 Std. Nach Prada auf der Fahrstraße über Rubiana und Lumini, 3.30 Std. (leicht); auch mit dem Auto.
Ein Ausflug in die Geschichte führt von Caprino Veronese nach Rivoli Veronese (9 km), zwischen der Etsch und der Brennerautobahn in der „Veroneser Klause" gelegen, durch die im Jahr 489 schon der Gotenkönig Theoderich, der "Dietrich von Bern" der Sage nach, gezogen war, um in Verona seinen Herrschaftssitz zu gründen. Hier gewann Napoleon im Jahr 1797 eine seiner ersten Schlachten gegen die österreichischen Truppen. Auch 1848 fanden hier Kämpfe zwischen Österreichern und Piemontesen statt, und auf dem Felsen, der den Ort überragt, erhebt sich noch heute eine mächtige, einst von den Österreichern angelegte Festung.
Auszug aus dem Kompass-Kultur-Reiseführer Nr. 102 "Lago di Garda Monte Baldo"
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nützliche Adressen

 

 


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